Jeden Dienstag ab 19:00 im Paul-Schneider-Haus in Millrath
Kartenspiel gefällig?
Über die kleinen Spiele habe ich ja schon an anderer Stelle berichtet, aber in letzter Zeit tauchen auch ziemlich viele Kartenspiele in unseren Spielerunden auf. Die kleinen Kisten sind schnell eingepackt, sicher (auch bei Regen) zum Spieletreff zu transportieren und die Regeln sind meist flott erklärt. Abends in der Woche kann es ja schon vorkommen, dass der Tag ein wenig anstrengender war und man dann abends nicht noch einen Klopper auf den Tisch legen möchte. Spaß machen die folgenden Kartenspiele allemal:
SCHLAFMÜTZE (passend zur Einleitung): Karte aufdecken und schauen, ob man die Karte auf eine der Reihen in der Tischmitte ablegen kann. Oder sie passt auf einen der Ablagestapel der Mitspielenden. Sonst geht sie auf den eigenen Ablagestapel. Der Spielspaß kommt erst dann richtig auf, wenn man einen Fehler macht, dann gibt es nämlich (Karten-)Geschenke von den anderen mit entsprechender Schadenfreude. Etwas mehr als „nett“ und damit 4 von 6 Punkten.SKYJO: Ein Retortenspiel, das aber viel richtig macht – nicht nur die eigene Vermarktung auf amazon & Co. Wir optimieren unsere Kartenauslage und möglichst wenig Punkte beim Spielende zu haben. Punktewerte wie oben, also 4 von 6 Punkten.TIPPI TOPPI: Dieses kleine, aber feine, kooperative Spiel macht optisch leider wenig her. Es macht aber tatsächlich Spaß gemeinsam den Aufgabenstapel abzuarbeiten und zu versuchen, den Gruppen-Highscore nach oben zu treiben. Günstig zu bekommen und auch solo prima. 4,5 von 6.Z3BRA: Und noch eine Variante des Auslageoptimierens: Wir decken nacheinander unsere Karten in der eigenen Auslage auf und tauschen diese aus, auch mit den Mitspielenden. Spielende ist, wenn jemand alle Karten los ist, oder alle eigenen Karten aufgedeckt hat. Wer am Ende die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt. Nicht wirklich was Neues, aber nett: 3 von 6 Punkten.QUANDO: Der Kniff des Spiels: Die Karten haben auf Vorder- und Rückseite jeweils verschiedene Zahlen aufgedruckt. Mit seinen Karten kann man nun einzelne Karten, Paare, Drillinge oder Dreier-Straßen ablegen. Es wird aber stets eine Karte nachgezogen, hat man nur Nullen auf der Hand, hat man sofort gewonnen. Alternativ kann man selbst das Spielende ausrufen, nur „Quando“ am besten? Denn nach dem Ausruf, wird noch eine Runde gespielt. Durchaus reizvoll, also 4,5 von 6 Punkten.SIMILO: Wer ähnelt hier wem? Ein Spieler sucht sich verdeckt eine Tierkarte aus, merkt sie sich und mischt sie mit 11 weiteren Karten zusammen. Das Tier muss nun von den Mitspielenden erraten werden. Sie erhalten dazu Tipps durch weitere Tierkarten, die entweder etwas mit der zu erratenden Karte gemein haben, oder gar nicht. So werden nach und nach nicht zu treffende Karten entfernt. Das Spiel gibt es in verschiedenen Motivvarianten, die auch mit einander kombiniert werden können. Grundsolides Spiel, bei dem eine flotte Runde schnell auf die andere folgen kann, bis alle einmal an der Reihe waren. 4 von 6 Punkten.
TICK, TACK, BUMM und DOG als Kartenspielvarianten: Ach ja, die gute alte „Markenkuh“ muss halt gemollken werden. Beide Kartenspielvarianten können nicht mit den großen Geschwistern mithalten. Lohnt auch nicht, sie hier mehr zu beschreiben. Von uns 2,9 von 6 Punkten.DIE NADEL IM HEUHAUFEN: Klar, eindeutig ein Kinderspiel, aber was für eine Gaudi – auch in einer Erwachsenenrunde. Eine frische Spielidee, die Karten mit der „Heugabel“ in die Luft zu werfen, um die Nadel zu finden. Günstig zu bekommen und ein tolles Familienspiel. Sichere 5 von 6 Punkten.
BURGER SLAM und MAMMA MIA: Zwei Merkspiele, bei denen es um die Zubereitung von Burgern bzw. Pizzen geht. Nur gut, wenn man sich die Abfolge der Zutaten im Kartenstapel gut merken kann. Das deutlich ältere Spiel Mamma Mia hat uns besser gefallen, als das moderne Burgerbauen. Beim letzteren kommt die Birne ordentlich ans Rauchen, der Spielspaß leidet etwas darunter. Die Burger bekommen bei uns 4 von 6 Punkten, der Pizzabäcker ein Pünktchen mehr: 5 von 6 Punkten.DUCK & COVER: Jeder wählt hier eine eigene Entenfamilie (aus 12 ganz niedlichen Karten) und legt sie im 4×3-Raster vor sich aus. Eine Spieler, der Kapitän, zieht nun eine Karte vom Nachziehstapel und gibt die gezogene Nummer bekannt. Alle Spielenden müssen nun die entsprechende Karte aus ihrer Auslage bewegen – entweder, indem sie eine andere Karte verdecken, oder indem sie die Karte an eine freie Stelle im Raster platzieren. Und erneut gilt es, so die niedrigste Gesamtpunktzahl zu erreichen. Ja, die besonders auffällige Präsentation auf der Spielemesse hat dem Spiel viel Aufmerksamkeit gebracht… Von uns gibt es leider nur 3,5 von 6 Punkten.
TRIGGS und FIFTY FIFTY: Oha, jetzt wird es fast ein bisschen peinlich. Bei Fifty Fifty habe ich nur noch das Gefühl in Erinnerung, dass wir es wohl nicht richtig spielen. Es kam überhaupt kein Spielzreiz auf und wir wollten auch keine weitere Runde, damit leider nur 2 von 6 Punkten. Triggs enthält über 100 Karten, die Werte zwischen Eins und Zwölf zeigen. Zu Beginn erhalten alle 5 Handkarten. Aus den restlichen Karten werden drei Nachziehstapel gebildet. Wer an der Reihe ist, kann entweder von diesen Stapeln genau zwei Karten ziehen oder beliebig viele Karten mit demselben Wert abwerfen. Spielziel ist aber das Ankreuzen von Zahlenfeldern (wundert ja nicht wirklich bei einem NSV-Spiel). Dazu sagt man einen Zahlenwert an, den man ankreuzen möchte und legt dann Karten des angesagten Zahlenwertes vor sich ab. Das können auch Zahlenkombinationen sein, die als Summer den Wert (gern auch mehrfach) ergeben. Nette Zahlenankreuzspiel-Variante: 4,5 von 6 Punkten.