Bald schon geht es wieder los in Essen: Vom 22. bis 25. Oktober 2026 findet die weltweit größte Publikumsmesse für Brettspiele statt. Wir werden wieder an einigen Tagen vor Ort sein und durch die Messehallen ziehen.

Ein paar der Neuheiten 2026 haben schon den Weg auf unsere Spieletische gefunden. Starten wir mit „MolΣcools“ vom Autor Michiel de Wit aus dem Verlag HABA. Eigentlich ist HABA ja bekannt für die Kinderspiele in der leuchtend gelben Schachtel, aber dieses Spiel kommt ganz anders optisch daher:

Unser Fazit: Eine echt positive Überraschung. Hat man den Mechanismus einmal verinnerlicht, dann kommt hier richtig Spielspaß auf und man fiebert gespannt, was die Mitspielenden abräumen bzw. welche Möglichkeit einem die aktuelle Auslage bietet. Für uns 5 von 6 Punkten (siehe Bewertung rechts).
Ebenfalls optisch schon mal ein Hingucker ist „Das Spiel der Vögel“ aus dem Hause Kosmos von den Autoren Michael Rieneck und Jackie Morris. Design der Spieleschachtel und schön illustrierte Vogelkarten wecken unsere Spielfreude.

Also, dieses Spiel hat uns schon Spaß gemacht. Aber leider hauptsächlich mit 2 Personen. Da sich die Auslage nach jedem Zug stark verändert, heisst es abwarten, bis man an der Reihe ist. Hier besteht Downtime-Gefahr. Die zu treffenden Entscheidungen machen aber Lust auf weitere Runden. Das Thema kommt zwar nur am Rande durch, aber hübsch illustriert ist es. Von uns gibt es erstmal 4 von 6 Punkten. Eine ausführliche Spielebewertung wird aber noch bei „Spiele für Ingenieure“ folgen.
Ganz frisch haben wir uns diese Woche dann auch noch nach Gotham City aufgemacht und im Spiel Batman: Gotham City Crimes (Kosmos, Autor Michael Menzel) die Rolle der Superhelden übernommen. Wer hier regelmäßig reinliest, weiß, dass wir sowohl die Andor-Reihe als auch Robin Hood vom gleichen Autor sehr schätzen.

Und genau so fühlt es sich auch an. Die „Vibes“ von Andor und Robin Hood schlagen voll durch. Es ist schon klasse illustriert, aber leider sind die Figuren in dieser Größe kaum zu erkennen und der Spielplan ist schon recht düster und insbesondere auf dem Kopf schwer zu erkennen. Den ersten Fall (von 5) haben wir zu viert durchgespielt und die Meinungen waren ambivalent… Wir wollten frei den Plan erkunden, aber wie auch gerade in Andor, muss man schon den optimalen Weg gehen, um das Spiel nicht gegen die Bösewichter zu verlieren. Es ist definitiv einen zweiten Versuch wert, aber ob dieses Spiel im Moment der großen Neuheitenflut wirklich zeitnah noch einen zweiten Versuch erhalten kann, ist leider fraglich. Mitspielen würden alle sofort wieder, aber es leider eher nicht als Hauptspiel für den Abend vorschlagen. Kommt Zeit, kommt Batman.