Nach den Spieletagen in Ratingen

Schnell verstreicht die Zeit dieses Jahr und schon sind auch die Spieletage in Ratingen vorbei. Wir waren am Samstag da, haben einige Spiel getestet und auch auf dem schönen Flohmarkt zugeschlagen. So haben wir u.a. folgende Spiele probiert:

  • Pearls (Christian Fiore, Knut Happel, Abacusspiele)
  • Das Spiel (Reinhold Wittig, Abacusspiele)
  • Wolfspuren (Till Meyer, Dagmar Frei, Nicole Stiehl, Verlag: Spieltrieb), inkl. Lerneffekt über das Leben eines Wolfssrudels.pearlsdas spielWolfsspuren

Am Dienstag kam zum Einstieg das (sehr) einfache Kartenspiel Lama (Reiner Knizia, Amigo) auf den Tisch. Es wird im Moment etwas gehypt und manche sprechen von einem Kandidat für das Spiel des Jahres. Aber das war wohl eher ein April-Scherz.lamaDas Spiel hat so gut wie keine Regeln, ist ideal für Wenigspieler und Kinder. Aber wir haben viel gelacht in der Runde. Unsere Bewertungen: 4/3/4/5

Und die Runde wollte endlich den Sack zumachen in unserem aktuellen T.I.M.E Stories-Fall: Estrella Drive (Willy Dupont, Space Cowboys). Wir haben es geschafft und es bleibt ein „geht so“ hängen. Die Auflösung bzw. das Ende war mehr als unspektakulär, der Weg dahin recht gradlinig mit wenigen Rätseln. Die dargestellte Gewalt war wohl Grund für das werbewirksame „nicht jugendfrei“. Naja, im Vergleich zu so manchem PC-Spiel…? Der Marcy-Fall war unserer Meinung nach vergleichbar blutig, aber mit den Entscheidungsmöglichkeiten wesentlich besser! Unsere Bewertung für Estrella Drive: 4/5/3/3. Estrelle DriveDas Gesamtspielkonzept hat allerdings bei uns eine Top-Bewertung. Nicht umsonst haben wir schon x Abende mit den T.I.M.E Stories Fällen verbracht und freuen uns schon auf den Nächsten. Schade, dass man die Fälle nicht irgendwo ausleihen kann…

Zu später Stunde haben wir zu zweit noch ein Spiel nachgeschoben: Zwischen zwei Schlössern (Ben Rosset und Matthew O’Malley, Feuerland Spiele bzw. Stonemaier Games). Als Krücke mussten wir mit dem Geisterspieler „Heinrich“ spielen, der ein drittes Schloss möglich machte. Ein ruhiges Legespiel mit sehr vielen unterschiedlichen, wunderschönen Kartenillustrationen. Leider nicht ganz so übersichtlich mit den vielen winzigen Icons und ein bisschen überfrachtet bei der Punktegenerierung. Unsere Bewertung: 4/5zwischen 2 schlössern

3 Schnäppchen von der Spiel Doch!

Zum Einstieg gab es das erste Schnäppchen von der Messe „Spiel Doch!“: Aya (Olivier Gregoire und Thibaut Quintens, Act in games (Blackrock Games, bzw. Heidelberger Spieleverlag). Ganz schön nervenaufreibend, die über 150 kleinen Dominosteine aufzustellen. Denn die Steine müssen auch noch richtig herum und farblich passend – bei laufender Sanduhr – aufgestellt werden.Aya

Da sind ruhige Hände gefragt. So manche Mitspielerin hat ca. 20 min nicht mehr geatmet – denn niemand wollte es sein, der aus Versehen die Kettenreaktion zu früh auszulösen. Das Spiel bietet tolles Material,
allerdings sind die Steine ein bisschen klein. Aya

Unsere Wertungen für Aya: 3/4/5/4/6

Anschließend gab es eine Mischung aus Codenames und Facecards. Auf jeden Fall spielt es sich sehr entspannt, das kleine Spiel Belratti (Michael Loth, Mogel Verlag). Ein schnelles Spiel, bei dem das gemeinsame Diskutieren den Reiz ausmacht. Unsere Wertungen: 4/5/4/5/5Belratti

Als Absacker dann das bunte/farbenfrohe Spiel Dinomino (Dominik Juras und Andreas Roschal, Piatnik). Auch ein Schnäppchen von der Spiel Doch!. Für 5 Euro kann man nicht meckern, ein nettes Spiel zum Abschluss und für ein sehr ruhiges Zwischendurch. Wird erst am Ende einigermaßen spannend. Unsere Wertungen: 5/5/3/4Dinomino

Mit und ohne NSV

Eine Gruppe hat sich heute mal ausschließlich mit Spielen vom Nürnberger Spielkarten Verlag (NSV) beschäftigt. Das Erfolgsmodell „Würfeln und Ankreuzen“ erlaubt scheinbar immer neue Varianten. So gibt es nun also auch Würfelland (Andreas Spies und Reinhard Staupe, NSV).WürfellandDieses Mal wird mit Farbwürfeln gewürfelt und die Spieler kreuzen auf ihrer Tafel farbige Felder sowie Schatzfelder an. Wer zuerst alle Schatzfelder und alle Felder einer Farbe angekreuzt hat, gewinnt. Nicht für alle was, wie unsere Bewertungen zeigen: 1/2/5/5/6

Danach kam das Kartenspiel Ohanami (Steffen Benndorf, NSV) auf den Tisch. Hier gilt es Karten in der richtigen Zahlwertfolge abzulegen und auf diese Weise drei unterschiedliche Gärten zu bauen. In mehreren Bewertungsrunden gibt es dafür Punkte. Unsere Bewertungen sind „solide“: 5/5/5/3/4Ohanami

Ganz frisch und mit viel Gewische das neue Silver & Gold (Phil Walker-Harding, NSV).Silver und Gold

Tetris fliegt an Rosenberg vorbei und heraus kommt ein Spiel, bei dem Karten, auf denen Formen abgebildet sind, aufgedeckt werden. Jetzt kreuzen – mit abwischbaren Stiften – alle auf Ihren Schatzfeldern Felder entsprechend der Form an. Je mehr Karten komplett sind, desto mehr Punkte gibt es. Danach wieder schön alles sauber wischen 🙂
Unsere Wertungen: 5/4/6/4/5

Für die andere Gruppe, die auf „NSV-Entzug“ war, gab es zum Einstieg eine Runde Dodoresque (Martin Otzmann und Mario Arthur, Verlag: Tetrahedron Games).Dodoresque

Ein schnelles Kartensammelspiel mit leicht schräger, aber niedlicher Aufmachung – Dodos eben. Ganz nett für Zwischendurch. Unsere Bewertungen: 5/4/5/3

Danach gab es die nächste(n) Runde(n) T.I.M.E Stories: Estrella Drive (Willy Dupont, Space Cowboys). Wir sind zwar noch nicht ganz durch, aber immerhin im zweiten Päckchen recht weit. Wir warten irgendwie immer noch auf den jugendgefährdenden Inhalt – es gilt immerhin die Nervenheilanstalt und den Marcy-Fall zu schlagen. Bewertung kommt, wie gesagt, wenn wir durch sind.Estrella Drive

Nicht jugendfrei

Nachdem wir alle anderen Missionen von T.I.M.E. Stories durchgespielt haben, kam nun auch die letzte fehlende Erweiterung T.I.M.E. Stories: Estrella Drive (Verlage: Asmodee, Space Cowboys, Autor: Willy Dupont) auf den Tisch.TimeStories-Estrella DriveNach einem ersten Durchlauf und dem ersten Kartenpäckchen können wir aber noch nicht final sagen, ob der Hinweis „Nicht jugendfrei“ berechtigt oder nur ein Marketing-Gag ist. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Unsere Wertung kommt dann nach der Lösung des Falls.

Gespielt wurde aber zum Einstieg erst einmal eine Runde Dizzle (Ralf zur Linde, Verlag: Schmidt). Erneut so ein Würfelsetz- & Ankreuz-Spielchen. DizzleWir haben allerdings nur Level 1 gespielt, die weiteren Level versprechen aber viel Variation. Ich zitiere mal ein paar Meinungen: „Man kann auch mit einer Rakete auf Planeten fliegen – und dann dort Würfel platzieren“, „Kann ich auch gut allein spielen, dann stört mich auch keiner beim Schummeln…“.
Unsere Wertungen (1-6): 5/5/5/5/4/5/4

Ach ja, da nicht alle Lust auf T.I.M.E. Stories hatten, wurde auch noch Carcassonne gespielt (Klaus-Jürgen Wrede, Verlag: Hans im Glück). Die Wertung der beiden Spielerinnen: 6/6 (eine „7“ haben wir ja nicht).Carcassonne

Vom Zeichnen übers Würfeln zum Banditen

Gestartet sind wir an diesem Abend mit der „Stille Post Extrem“-Variante Mutabo (Kathi Kappler und Johann Rüttinger, Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne). Eine überraschend große Box, die dem beiliegenden DIN A4-Block geschuldet ist. Sonst ist da schon viel Luft, bei sonst nur 110 Karten und ein paar Bleistiften. Aber auch ein Riesenspaß, es wurde extrem viel gelacht, ein tolles Partyspiel.Spiel MutaboUnsere Wertungen: 6/5/5/6/5/5

Und wiedermal kam ein NSV-Spiel auf den Tisch, dieses Mal Knaster (Markus Schleininger, Reinhard Staupe und Heinz Wüppen, NSV). Bei uns schienen allerdings die Würfel irgendwie kaputt, bei soviel gewürfelten „9“ und „11“.Spiel Knaster

Das Spiel wurde leider bei uns quasi aus Versehen beendet („ich wollte das nicht„) und hatte zur Folge, dass von unseren NSV-Würfelprofis zu hören war: „So schlecht war ich in dem Spiel noch nie„. Besser als „Knister“ aus dem gleichen Haus.
Unsere Wertungen: 5/4/4/5/5/5

Das nächste Spiel hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Im wilden Westen geht es auf Beutezug, quasi eine Light-Version von Western Legends 🙂 El Paso (Stefan Dorra, Zoch Verlag).Spiel El PasoUnd was lernen wir bei diesem knallharten Strategiespiel: „Gier hilft Dir beim Packen, aber nicht beim Tragen“. Und der Sheriff kommt oft unerwartet! Nun ja, es gab schon ein Muster, je nachdem wer gewürfelt hat. Trotz mancher Konfusion, was jetzt wie ausgeraubt werden darf, konnte am Ende doch eine Menge Beute zu Geld gemacht werden.
Unsere Wertungen: 4/3/5/3/4/2 (Die „2“ stammt von der Gewinnerin)